Wer kennt sie noch? Ist ein uraltes schwäbisches Rezept, von Müttern an ihre Töchter, seit Generationen weitergereicht. Leider kennen dieses köstliche Essen nur noch Wenige, wäre schade, wenn es verloren geht.
Ich habe das Rezept meiner Mutter veganisiert und was soll ich sagen…MEGA!!!
Dies ist ein Rezept, welches Zeit benötigt (ca. 2 Stunden müsst ihr schon einplanen, aber es lohnt sich)
Ich mache immer gleich die 3-4 fache Menge, damit sich der Aufwand lohnt, dauert dann aber… zu zweit hatten wir 3 Stunden Arbeit 🤓.
Zutaten Nudelteig (ca. 30 Krapfen- lassen sich gut einfrieren):
250g Dinkelmehl 630
250g Hartweizengries
1El (Oliven)Öl

1Tl Meer-oder Steinsalz
ca. 300ml Wasser

Zubereitung Nudelteig:
Das Mehl mit dem Gries und dem Salz mischen, eine Mulde in der Mitte machen, das Öl und ETWAS Wasser zugeben und mit den Händen (mit der Maschine habt ihr kein „Teiggefühl“) immer von dem Rand etwas von dem Mehlgemisch mit einrühren. So nach und nach verfahren, bis ihr einen sehr festen Teig habt, der sich kaum kneten lässt (Wasser nachgeben könnt ihr jederzeit, rausnehmen wird schwierig).
Den Teig in eine Frischhaltefolie packen und mindestens 30 Minuten (länger ist kein Problem, können auch Stunden sein) bei Zimmertemperatur liegen lassen.

Zutaten Füllung:
3-4 Bund Zwiebelröhrchen (gibts auf dem Wochenmarkt- alternativ Frühlingszwiebeln mit viel Grün, wenig Zwiebel) in Ringe schneiden (Taucherbrille😂)
3 altbackene Brötchen klein gewürfelt
200g Räuchertofu fein gewürfelt oder mit Gabel zerdrücken (ich hab den „black forest“ von Taifun genommen)
2El MyEy (Eiersatz bekommt ihr in Bioläden, Internet, Reformhäusern)

Salz, Pfeffer, etwas Muskatnuss-nach Geschmack, einfach zwischendurch kosten

Zubereitung Füllung:
Die Zwiebelröhrchen, Brötchen und den Tofu leicht anbraten (nacheinander) in eine große Schüssel geben un mit dem MyEy und den Gewürzen mischen und beiseite stellen.

Den Nudelteig nochmals gut durchkneten (sollte immer noch sehr fest und kraftaufwendig sein). In etwa Handtellergroße 1 cm dicke Stücke schneiden bzw. drücken und durch die Nudelmaschine drehen (alternativ mit dem Nudelholz was jedoch für ungeübte schwierig ist) die Einstellung der Maschine mit jedem Durchgang dünner stellen, so dass ihr am Ende eine lange (ca. 50cm) Nudelbahn habt.
Jetzt auf die Bahn einen gehäuften Esslöffel von der Füllung geben und die Seiten einschlagen. Die Füllung einrollen und dann mit einem Messer das Röllchen abschneiden. Auf ein Brett legen und fortfahren, bis ihr alles verarbeitet habt.
Jetzt einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen und die Röllchen nacheinander (sie sollten genügend Platz haben) reingeben und für ca. 5 Minuten sieden lassen. Mit einem Sieb einzeln aus dem Wasser auf ein Abtropfgitter geben und auskühlen lassen, da sie dann wieder stabiler werden.
Wir essen sie am liebsten wie auf dem Foto, in der Pfanne angeröstet mit Blattsalat – Vorsicht Gefahr des „Überessens“- aber auch in Gemüsebrühe als Suppe sehr lecker.

Guten Appetit wünscht
Eure Inge